Kreisverband Rheinisch Bergischer Kreis

Infos für Hebammen

Dankeschönaktion im Kreis

Internationaler Hebammentag
Dankeschönaktion im Kreis für die Unterstützung der Eltern

Die Hebammen im Rheinisch Bergischen Kreises werden für den 5. Mai eine Danke-Aktion an die Eltern starten, die uns zahlreich durch Petitionen, Demonstrationen und Solidaritätsbekundungen bei unserem Kampf für einen guten und gut betreuten Start ins Leben unterstützen.
Unser Anligen ist auch das Anliegen der Elterrn, die weiterhin eine gute und gesicherte Hebammenbetreuung für ihre Geburten und ihre Kinder fordern.

Dafür werden wir an Orten, an denen sich Schwangere, Mütter und Eltern aufhalten Give-Aways verteilen und damit eine große Anerkennung für den Einsatz des gemeinsamen Zielen bekunden.

Nähere Informationen gibt es über den Newsletter und unter : info@heb-rheinberg.de

 

Film über die Kliniksarbeit

Ein sehr netter Film über die Kliniksarbeit ist auf Facebook zu finden http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fyoutu.be%2FZbx3ECKvt60&h=4bf69einfach auf "weiter" klicken, dann geht`s ohne anmelden

Stillen schützt vor SIDS - aktuelle Datenlage

Stillen schützt vor plötzlichem Kindstod

Muttermilch bietet dem Kind Gehirntraining und Körperabwehr

Stillen: Beste Vorsorge gegen Säuglingssterblichkeit (Foto:
Flickr/Sebibeiro)
Stillen: Beste Vorsorge gegen Säuglingssterblichkeit (Foto:
Flickr/Sebibeiro)

Charlottesville/Dresden (pte004/16.06.2011/06:10) - Gestillte Babys haben
ein geringeres Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben. Das berichtet Fern Hauck von der Virginia University http://virginia.edu in der
Zeitschrift "Pediatrics". Sie analysierte dazu die Studienlage der
vergangenen 45 Jahre zum Thema. Gestillte Kinder wachen nachts leichter auf und haben eine meist bessere Immunabwehr, erklärt die US-Forscherin den Zusammenhang. "Stillen ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen SIDS", bestätigt auch Ekkehart Paditz, Leiter des Zentrums für
Angewandte Prävention http://www.angewandte-praevention.de , im
pressetext-Interview.

Schon wenig Milch vorteilhaft

Vom "plötzlichen Kindstod" (Sudden infant death syndrome, SIDS) spricht man dann, wenn ein Kind im ersten Lebensjahr stirbt - meist in der Schlafenszeit - ohne dass andere Todesursachen gefunden werden. Besonders im Alter zwischen zwei und vier Monaten ist die Gefahr dafür am höchsten.
Haucks Studienvergleich zeigte, dass gestillte Kinder eindeutig besser
davor geschützt sind als Fläschchengenährte. Egal wie lange Kinder
Muttermilch trinken, sinkt ihr SIDS-Risiko deutlich. Dauert das Stillen zwei Monate oder länger, so reduziert sich die Gefahr um 62 Prozent, bei ausschließlich gestillten Säuglingen sogar um 73 Prozent.
Was genau SIDS auslöst, ist in der Forschung noch immer nicht geklärt.
Mehrere Risikofaktoren sind allerdings bekannt, deren Vermeidung in Folge für die Prävention maßgeblich ist. "Als wichtigster Risikofaktor gilt bisher die Bauchlage von Babys beim Schlafen, doch auch das Überdecken des Gesichts mit Kissen oder Spielzeugen, sowie aktiver oder passiver Zigarettenrauch während der Schwangerschaft oder danach tragen zu erhöhter Gefahr bei", erklärt Paditz.

Weiße Wunderwaffe

Stillen als vierter bekannter Faktor ist hingegen ein Schutzmechanismus.
Der Dresdener Präventionsforscher bringt wie seine US-Kollegin die über die Muttermilch transportierten Antikörper ins Spiel, sowie auch die
verbesserte Aufwach-Aktivitäten. Letztere zeigen sich etwa durch das tiefe Luftholen in Schreckmomenten, erklärt der Experte. "Es ist ein Alarmsystem des Gehirns, das ein komplexes neuronales Netzwerk erfordert. Dieses entsteht einerseits durch optimierte Aminosäuren der Muttermilch, doch auch die Interaktion beim Stillen - Körperkontakt, Blickkontakt und akustische Kontakte - dürfte eine Rolle spielen."

Dass Stillen noch weit subtiler vor SIDS schützt, zeigt die Tatsache, dass Mütter weit eher das Rauchen aufgeben, wenn sie stillen. Auch die ständige Aktivierung des Kiefergelenks beim Saugvorgang und das Schlucken gehören dazu. "Die Umsetzung derartiger Erkenntnisse half dabei, dass sich die Zahl der deutschen SIDS-Fälle zwischen 1991 und 2009 von 1.285 auf 196 reduziert hat. Seltener ist der plötzliche Kindestod jedoch in den Niederlanden, wo die Gesundheitsberufe intern besser vernetzt sind, sowie in Griechenland, wo Impfprophylaxe, Rauchprävention, Stillen und die familiäre Interaktion höheren Stellenwert haben", so Paditz.

Aktuelle Datenlage zu SIDS unter
http://angewandte-praevention.de/pdf/ksm_2011_paditz.pdf